DIE GEMÜSE-OBST-DIÄT–

         EINE PRÄVENTIONS- UND BEHANDLUNGMETHODE

 

Bei plötzlichen und schweren Erkrankungen oder lebensbedrohlichen Zuständen ist eine pharmakologische Behandlung oft die einzige Rettung. Wenn diese aber scheitert und die Krankheit weiter fortschreitet, dann empfehle ich eine Gemüse-Obst-Diät, als eine innovative Methode der Prävention und der Behandlung, einzusetzen.

Die moderne Zivilisation ist mit riesigen Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen verbunden, auch auf dem Gebiet der menschlichen Ernährung. Natürliche Nahrung hat ihre biologische Wertigkeit verloren, indem sie durch verarbeitete Lebensmittel ersetzt worden ist. Die Raffination hat unsere Nahrung unschätzbarer Ballaststoffen und einer Anzahl von Mikroelementen und Vitaminen beraubt. Die Verarbeitung der Nahrung bei den hohen Temperaturen führt zur Zerstörung von Enzymen und Veränderungen der räumlichen Struktur der Proteine. Die Folge ist die Entstehung einer Anzahl von chronischen Zivilisationskrankheiten mit degenerativ-entzündlichen Charakter, wie Arteriosklerose oder Krebs, in bislang unbekanntem Ausmaß. Noch vor 100 Jahren, als unsere Nahrung noch natürlich war, waren Infektionskrankheiten, so wie Grippe oder Tuberkulose der Hauptgrund des Todes, und nicht –wie heute-  Infarkte oder Tumore.

Es ist bekannt, dass der Mensch als biologisches Wesen im Laufe der Jahrhunderte unverändert bleibt. Seine Zellen haben immer noch die gleichen Bedürfnisse nach Nährstoffen, wie vor tausenden von Jahren. Falls die Abkehr von der Natur die Ursache der Zivilisationskrankheiten ist, dann könnte eine natürliche, auf Gemüse und Obst basierende Nahrung als ein Beispiel einer Kausaltherapie bei der Bekämpfung dieser Krankheiten sein.

            Was ist also die vorgeschlagene Gemüse-Obst-Diät?

Diese Diät, die in Wirklichkeit Charakter eines Heilfastens hat, wird als eine periodische Therapie eingesetzt. Sie liefert Enzyme, Mikroelemente und Vitaminen, alkalisiert und entgiftet den Körper, stärkt die eigenen Selbstheilungsmechanismen und stellt die Stoffwechselbalance wieder her. Dies alles bedeutet Gesundheit. Nach der Kur wird  empfohlen, eine natürliche Nahrung auf der Basis von Gemüse, Obst, Getreide und Hülsenfrüchten mit Zusatz von Tierprodukten dauerhaft einzuführen. Meine eigenen Erfahrungen haben den Erfolg der Idee bestätigt, dass die „richtige“ Nahrung eine effektive Methode der Prävention und Heilung von Zivilisationskrankheiten sein kann.

 

 

                  Behandlungsprinzipien der Gemüse-Obst-Diät

Ihre Zusammensetzung:

Für einen Zeitraum von mehreren Tagen bis mehreren Wochen, abhängig von der medizinischen Indikation, wird eine Diät empfohlen, die auf wenig stärkehaltigen Gemüsesorten basiert, zum Beispiel: Wurzelgemüse ( Möhren, Rote Bete, Sellerie, Petersilie, Rettich, Radieschen), Kohlgemüse (Kohl, Blumenkohl, Brokkoli), Zwiebelgemüse (Zwiebel, Lauch, Knoblauch), Kürbisgemüse (Kürbis, Squash, Gurken), Nachtschattengewächse (Tomate, Paprika), Blattgemüse (Salat ,Blattpetersilie, Kräuter).

Gleichzeitig können zuckerarme Obstsorten gegessen werden, wie: Äpfel, Grapefruits, Zitronen und kleine Mengen von Beeren. Besonders wertvoll sind grüne Säfte, die von den grünen Pflanzentrieben gewonnen werden. Sie sind eine reichere Quelle der bioaktiven Komponenten als die Wurzeln, denn sie enthalten Chlorophyll. Dessen chemische Struktur ist ähnlich der des Hämoglobins. Damit enthalten sie aktive Enzyme, die reinigen, entgiften und das Blut regenerieren, erleichtern die Verdauung, alkalisieren, versorgen mit Sauerstoff, Energie, Vitaminen und Mineralien in der am besten verwertbaren Form.

Einige Beispiele der grünen Triebe für die Zubereitung der Säfte sind: Petersiliengrün, Staudensellerie, Rübenblätter, Löwenzahn, Brennnessel, Sauerampfer, Spinat, Brokkoli, Kohl, Salat, Alfalfa-Sprossen, Weizengras.

Das Gemüse und Obst können roh, in Form von Salaten, mit Kräutern gewürzten Gemüsesuppen oder gedünsteten oder gebackenen Gemüsen verzehrt werden.

Empfohlene Getränke sind: Wasser, Gemüse- und Obstsäfte, Früchte-oder Kräutertee, Kompotte ohne Zucker, Gemüsebrühe. Während der Therapie sollte man keine anderen Nahrungsmittel zu sich nehmen z.B. Brot, Getreide,  Öl, usw. Auf Genussmittel wie Kaffee, starken  Schwarztee, Alkohol und Zigaretten sollte ganz verzichtet werden.

Es gibt verschiedene Abwandlungen der Diät: Am wertvollsten sind rohe Gemüse und Obst, denn sie enthalten aktive Enzyme und Biokatalysatoren, darunter ca. zehntausend Antioxydantien u.a. Polyphenole, Lycopin, Vitamin C, E, Beta-Carotin, sowohl Chlorophyll, Mikroelemente und Ballaststoffe. Nicht immer wird diese Diät gut vertragen. Wenn Bauchschmerzen, persistente Blähungen oder Abneigungen gegen die Diät auftreten, empfehle ich, einige Tage die Saft-Version der Diät ( Gemüsesäfte, Obstsäfte, Wasser, Früchtetee, Kräutertee, Gemüsebrühe) oder die Variante der gekochten Diät (gekochte Gemüse, Gemüsesuppen, gekochte Äpfel) einzusetzen. Die gilt besonders im Fall von Patienten mit Magenerkrankungen.

Es gibt auch eine Ausschlussvariante der Gemüse-Obst-Diät, die den Ausschluss mancher Lebensmittel betrifft, hier besonders:

  • Saure Gurken und Salz bei Patienten mit Bluthochdruck oder bei Patienten mit Ödemen, denn Salz hält Wasser und erhöht den Blutdruck.
  • Gekochte Möhren, Kürbis, rote Beete, Apfelmus und Möhrensaft bei Patienten mit Diabetes, denn gekochtes Gemüse erhöht den Blutzuckerspiegel.
  • Im Fall von Nahrungsmittelallergien sollte man allergieauslösende und unverträgliche Lebensmittel  (basierend auf Allergie- und Lebensmittelunverträglichkeits-Tests) ausschließen.

Die Einnahme von Medikamenten während der Diät: Während der Gemüse-Obst-Diät ändert sich der Stoffwechsel, es können leicht Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten. Durch die Reduktion des Körpergewichts normalisieren sich ziemlich schnell sowohl Blutdruck als auch Blutzuckerspiegel. Deshalb sollte man unter ärztlicher Kontrolle die Dosis von Antihypertensiva, Diuretika und Antidiabetika reduzieren. Aufgrund der Diät normalisiert sich auch Cholesterinstoffwechsel. Es gelingt also oft, die cholesterinsenkenden Medikamente abzusetzen.

Bei einer Patientin, welche während der Diät Lipanthyl (cholesterinsenkendes Medikament, das im Allgemeinen sicher ist ) nicht abgesetzt hatte, sind Wadenschmerzen und ein mehr als zwanzigfacher Anstieg der Enzymaktivität der Muskelnekrose aufgetreten. Nach dem Absetzen des Medikamentes und der Fortsetzung der Diät haben sich die Normalwerte von Enzymen wieder eingestellt. Im Fall eines anderen Patienten hat ein harntreibendes Arzneimittel (Verospiron) als Nebenwirkung ein Wachstum der Brustdrüsen (Gynäkomastie) verursacht.

Besondere Vorsicht erfordern Antikoagulantien. In diesen Fällen sollten häufiger Blutgerinnungstests durchgeführt und Medikamentendosen korrigieren werden, denn es kann eine Blutungsdiathese in Form von blauen Flecken oder Blutungen auftreten. Insulin ist während der Diät gefährlich, aufgrund der Möglichkeit von Hypoglykämie. In diesem Fall soll man schnell Honiglösung zu trinken geben oder eine süße Frucht essen. Bei Patienten mit Adipositas und Typ-2-Diabetes, die diese Diät durchführen, gelingt es in der Regel, Tabletten gegen Diabetes oder sogar Insulin abzusetzen. Hormonelle Medikamente werden in der Regel nicht abgesetzt. Erst nach der Diättherapie sollte eine Korrektur der Hormondosen vorgenommen werden, abhängig vom Niveau der körpereigenen Hormone.

Achtung! Die Medikamentendosis sollte stets unter ärztlicher Aufsicht eingestellt werden.

 

Wie kann man die Körperreinigung während der Diät unterstützen? Da Toxine die Hauptursache für viele Krankheiten sind, sollte man sie mit allen möglichen Mitteln entfernen. Dabei wirkt besonders Bewegung unterstützend, vor allem Spaziergänge, Gymnastik, Augentraining nach Bates, Schwimmen oder der Besuch eines Fitnessstudio usw.

Die Bewegung aktiviert im Körper die gleichen Mechanismen wie das Fasten. Sie reduziert Körpergewicht, Blutdruck, Zucker, Cholesterinspiegel, sowie die Gefahr von Blutgerinnseln. Sehr hilfreich sind dabei auch Einläufe, eine Hydro-Colon-Therapie, Massagen, Sauna und Physiotherapie.

            Indikationen zur Anwendung der Gemüse Obst-Diät

Der Hauptbeweggrund zur Anwendung der Gemüse-Obst-Diät ist die Gesundheitsförderung, also die Anwendung der Diät bei gesunden Menschen. Sie hilft, die Gesundheit zu stärken, sich von Toxinen zu reinigen, neue Energie zu gewinnen, den Schlaf zu verbessern, sich zu verjüngen und die psycho-physische Leistungsfähigkeit zu steigern. Das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Assoziieren verbessern sich, der Mensch kommt zur Ruhe, gewinnt mehr Spiritualität und Freude am Leben. Die Forschungen haben bewiesen, dass kalorienrestriktive Diäten eine effektive Methode der Lebensverlängerung und der Vorbeugung von Krebs- und anderen Zivilisationskrankheiten sind.

Die Entschlackung des Körpers von Toxinen stellt die normale Funktion der Haupt- Steuersysteme, also der Immun-, Nerven- und Hormonsysteme wieder her. Aus diesem Grund erweist sich die Diät als eine effektive Heilungsmethode bei Patienten mit:

  • geschwächtem Immunsystem: häufige Bakterien- und Virus- Infektionen, Pilzinfektionen, Allergien wie Heuschnupfen, Asthma, auch Lebensmittelunverträglichkeit wie Migräne, Muskelschmerzen, Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Hashimoto-Thyreoiditis, Hepatitis, Lupus erythematodes, Sicca-Syndrom, als auch Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Akne, kutane Porphyrie, trockene Haut, Ekzeme usw.
  • neurologischen Erkrankungen: Epilepsie, Hirninfarkte, Gedächtnisstörungen, Neurose, Erregung, Parkinson-Krankheit, multiple Sklerose,
  • endokrinen Erkrankungen wie: Menstruationsstörungen, klimakterische Störungen, Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenknoten, erhöhtes Prolaktin, oder Östrogenüberschuss, Eierstockzysten´.

Die Diät hat sich auch als eine effektive Heilmethode in Fällen von Unfruchtbarkeit erwiesen. Beispielsweise wurde eine seit 15 Jahren unfruchtbare Patientin, bereits nach der ersten Anwendung der 6-Wochen-Diät zum ersten Mal schwanger und konnte ein gesundes Kind gebären. Ein weiteres Beispiel ist eine Frau, die während acht Ehejahren keine Schwangerschaft austragen konnte. Sie hatte während dieser Zeit mehr als ein Dutzend Fehlgeburten hatte. Nach ein paar Wochen der Diät konnte sie einen gesunden Sohn gebären.

Eine besondere Indikation zur Anwendung der Diät ist Metabolisches Syndrom X, das Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, koronarer Herzkrankheit,zarosnietymi Bypässen, Thrombose, Ödemen betrifft. Bei Patienten vom Typ-1-Diabetes, welche mit Insulin behandelt werden, ist eine Krankenhausbehandlung erforderlich.

Die Diät kann auch vorteilhaft im Fall von Arthrose, Parodontitis, Katarakt, Krampfadern, Magengeschwüren, Polypen usw. wirken.

       Gegenanzeigen zur Anwendung der Gemüse-Obst-Diät Diät

Die Hauptgegenanzeige ist eine schwer zu überwindende Angst vor der Diät, die Stressreaktionen im Körper auslöst und die Aktivierung von Selbstheilungsmechanismen verhindert.

Eine weitere Gegenanzeige ist die Einnahme der Medikamenten, die das Immunsystem hemmen, z.B. Steroidhormonen oder Zytostatika, sowie bei Steroid (?)- oder Autoimmunnebennierenrindeninsuffizienz (Addison-Krankheit).

Eine andere Gegenanzeige sind kräftezehrende Krankheiten wie Organversagen, Krebs im fortgeschrittenen Stadium, bei erhöhtem Stoffwechsel wie Hyperthyreose, Schwangerschaft, Stillzeit, bei Kleinkindern und bei Mädchen während der Pubertät. Die Diät ist bei der Organtransplantationen, z.B. der Nieren, aber auch bei schwerer Depression kontraindiziert.

                 Wirkungsmechanismus der Gemüse-Obst-Diät

Die Gemüse-Obst-Diät besteht ausschließlich aus stärkearmem Gemüse und zuckerarmem Obst. Im Vergleich zur traditionellen Ernährung liefert sie 5-mal weniger Kalorien (bis 800/kcal am Tag), aber auch Eiweiß und Kohlenhydrate und 20-mal weniger Fett. Deshalb ist sie eine Art eines Heilfastens. Während der restriktiven Diät schaltet der ganze Stoffwechsel auf Verbrennung, Reinigung und Regeneration um. Im Urin erscheinen Spuren von Aceton, denn Aceton sowie auch andere Ketonkörper entstehen im Prozess der Fettverbrennung, welches während des Fastens für Gehirn als Kraftstoff verwendet wird. Dieser Prozess hat ein gewaltiges Selbstheilungspotential.

Der Grundkraftstoff für das Gehirn ist Glukose, deren Reserven im Körper gering sind (hauptsächlich als Glykogen in der Leber) und nur für einen Tag des Fastens ausreichen. Da Glukose lebensnotwendig für das Gehirn ist, erfolgt eine Verwandlung zur Glukose aus jeglichen Proteinablagerungen, d.h. geschädigten, entarteten und toten Zellen, Geweben, Blutgerinnseln, Tumoren, Abszessen, Narben usw. Diese Art der Transformation heißt „endogene Ernährung“. Die Einhaltung der Diätregeln verursacht die Abstellung des Hungersgefühls. Oft verschwindet auch Heißhunger auf Süßes, Fleisch und andere Genussmittel. Der Grund für den mangelnden Appetit ist die Hemmung des Hungerzentrums, das sich im Stammhirn befindet. Wenn man 800 kcal überschreitet, was bei der Erweiterung der Diät mit hochkalorischen Lebensmitteln wie z.B. Rosinen, Datteln passieren kann, wird das Hungerzentrum wieder aktiviert und das Hungergefühl kommt zurück. In diesem Fall wird der Prozess der inneren Ernährung, also der Selbstheilung, unterbrochen.

Manchmal kann man bereits am Anfang der Diät beobachten, wie schnell der Körper jegliche Proteinablagerungen entfernt. Schilddrüsenknoten und Knötchen an den Fingergelenken verkleinern sich, Kontrakturen und Gelenksteifigkeit gehen zurück und Beweglichkeit verbessert sich. Wir haben bei unseren Patienten beobachtet, wie in einer gebogenen Position immobilisierte Finger oder Zehen, die operiert werden sollten, schon nach zwei Wochen der Diät sich gestreckt haben. Ähnlich war es bei einer Patientin, die bereits seit 15 Jahren an einer lang anhaltenden Kontraktur im Ellbogen durch rheumatoide Arthritis gelitten hatte. Diese ist schon nach 3 Wochen der Diät zurückgegangen.

Überraschend war für uns, dass eine Lungenfibrose (Narbengewebe) schon nach 2 Wochen der Diät verschwunden war. Dies vor allem im Hinblick darauf, dass die Narben während einer traditionellen Behandlung überhaupt nicht verschwinden. Dies alles sind Beispiele der Reinigung des Körpers durch Verbrennung, also Umwandlung der Proteinablagerungen in die vom Gehirn benötigte Glukose.

Der gesamte Körper reinigt sich auch durch Ausscheidung von Schleim, verbunden mit Symptomen wie vorübergehendem Schnupfen, Schleim im Stuhl oder im Urin. Die Nebenhöhlen reinigen sich durch das reichliche Abfließen des schleimig-eitrigen Sekrets, manchmal sogar mit ein wenig Blut.

Einer der wichtigeren Fastenmechanismen ist die Entsperrung der blockierten Gene, die sich auf den Chromosomen im Zellkern jeder Zelle befinden. Eine Gruppe von amerikanischen Forschern aus dem Universität in Madison unter der Führung von Prof. Richard Weindruch entdeckte, dass die kalorische Restriktion die Aktivität von inaktiven Genen und Enzymen, die ein “Produkt“ der Gene sind, wiederherstellt. Diese Wiederherstellung der Enzymaktivität startet die Regeneration, fördert die Verjüngung, stärkt die Krebshemmung und Verlängerung des Lebens. Gemeinsam mit dem Entsperren der Gene erfolgt eine Normalisierung aller biochemischen Prozesse, denn deren Normalzustand ist in den Genen festgeschrieben. Aus diesem Grund wurde in der Gruppe unserer Patienten mit koronarer Herzkrankheit erreicht, dass der hohe, „böse LDL- Cholesterinspiegel“ nach 6 Wochen der Diät die Normwerte erreichte. Das „gute HDL-Cholesterin“ erhöhte sich in dieser Zeit in den Normbereich. Dies sind Regulationen auf genetischer Ebene.

Bei einer Patientin regenerierte sich ihr Fingernagel, der nach einer Verletzung vor 27 Jahren noch immer gespalten war, schon nach ein paar Wochen der Diät. Diese Beobachtung bestätigt die Entsperrung der Gene der Nagelmatrix, welche mechanisch geschädigt wurden.

In einem anderen Fall ist es dank der 6-wöchigen Diät gelungen, den Knorpelverlust im Kniegelenk wieder herzustellen. Dadurch entkam die Patientin einer Kniegelenkersatz-Operation. Inzwischen sind 11 Jahre vergangen, in denen sie gesund und fit war.

       Behandlungsverlauf der Gemüse-Obst-Diät – Heilungskrisen.

Am Anfang der Kur, bei der Körperentschlackung, können kurze “Heilungskrisen“ auftreten, z.B. Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber usw. Sie sind eine Folge der Giftstofffreisetzung aus dem Gewebe und dessen Eindringens in das Blut. Personen, die bereits früher Entschlackungskuren durchgeführt haben oder einen gesunden Lebensstil pflegten, haben normalerweise keine Krisen.

In einer Gruppe von 320 Patienten haben wir folgende Krisen beobachtet: Kopfschmerzen (45%), Bauchschmerzen (43%), Durchfall (34%), Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit oder Schwindel (20%), Hautveränderungen (5%). Die Symptome der „Heilungskrisen“ treten in der Regel am Anfang der Diät auf. Sie verschwinden oft von allein, benötigen keine Behandlung und gehen mit der Mobilisierung der Selbstheilungsmechanismen einher. Bei Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden auftreten kann es hilfreich sein, eine Darmreinigung (Einlauf)durchzuführen. Der Körper entledigt sich großer Mengen von Toxinen, besonders über die Galle und der Gesundheitszustand des Patienten bessert sich schnell. Sehr hilfreich sind auch körperliche Aktivitäten und das Trinken von viel Wasser. Bei Patienten mit Verstopfung sind Einläufe oder die Colon-Hydrotherapie sehr hilfreich.

 

Bei Patienten, die unter Magen-Darm-Erkrankungen leiden, kann am Anfang der Diät Durchfall auftreten. Dies ist die Folge der Abschuppung der alten, entarteten Zellen der Darmschleimhaut bei gleichzeitiger Regeneration des gesunden Epithels. Die Heilungsdauer beträgt knapp 36 Stunden. Ab diesem Moment können die Patienten meistens schon rohes Gemüse und Obst ohne Probleme essen.

 

Im Fall von versteckten Bakterienherden können sich während der Diät die entzündlichen Symptome verstärken. Es treten Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen, Schwellung, Rötungen auf. Außerdem erhöhen sich ESR, Antikörper, C-reaktives Protein usw. Diese Symptome verschwinden nach einigen Tagen von selbst. Das sind gute Signale, die eine erhöhte Aktivität des Immunsystems beim Erkennen und Zerstören von Bakterien nachweisen.

 

Nach den Krisen kann oft eine allmähliche Verbesserung des Wohlbefindens und Rückgang von Erkrankungen beobachtet werden.

 

 

     Behandlung des Metabolischen Syndroms mit der Gemüse-Obst-Diät

 

Die wertvollste Nahrung ist immer die naturbelassene, wachstumsfähige (keimfähige), nicht industriell verarbeitete Lebensnahrung. Um zu überleben muss sich ein Organismus durch den Austausch von Materie und Energie mit der Umgebung ständig einer verändernden Umwelt und Nahrung anpassen. Der Schweizer Arzt Max Bircher-Benner (1867-1939), Pionier der Wissenschaft der natürlichen Ernährung, entdeckte die heilende Kraft der Rohkost-Diät. Seine Erkenntnisse sind überholten die Ära, denn sie entstanden noch vor dem Kennenlernen von Vitaminen, Enzymen und Mikroelementen. Dr.Bircher-Benner suggerierte, dass die häufigste Ursache der Krankheiten die Degeneration der natürlichen Lebensmittel sei. Sie geschieht durch Kochen oder das Zerstören der Vollwertkost im Reinigungsprozess, also der Raffination, wie z.B. bei Mehl und Zucker.

Zurzeit legt man geringeren Wert auf den Kaloriengehalt von Lebensmitteln. Größere Bedeutung hat inzwischen der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit. Man führte eine Lebensmittelklassifizierung in Bezug auf den so genannten Glykämischen Index (GI) mit einer Skala von 1 bis 100 ein. Der niedrige Index von 10-30 ist mit niedrigen Blutzuckerwerten nach dem Essen verbunden. Dabei handelt es sich um natürliche, unverarbeitete Lebensmittel mit Ballaststoffen, die die Aufnahme von Glucose in das Blut verzögern. Die Zersetzung der Ballaststoffe erfolgt im Darm durch Milchsäurebakterien (Lactobacillus).

Lebensmittel ohne Ballaststoffe, solche wie beispielsweise Weissmehl, Pizza, Kuchen, süße Brötchen, Süßigkeiten, Reis, Kartoffeln usw. haben einen hohen glykämischen Index von 90.

Was bedeutet dies in der Praxis?

Beim Verzehr von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index erfolgt ein schneller Anstieg von Blutzucker und Insulin, welches den Blutzucker senkt. Jedoch kann der kontinuierliche Überschuss von Zucker und Stärke in der Ernährung(?) zum Zustand der Insulinresistenz führen. In diesen Fällen entwickelt sich Diabetes; die Blutzucker- und Insulinwerte sind hoch, und die Verabreichung von sogar großen Insulindosen ist dann wenig wirksam. Die Insulin ist verantwortlich für die Entwicklung des Metabolischen Syndroms. Es wurde von Gerald Reaven im Jahre 1988 beschrieben. Das metabolische Syndrom umfasst Zivilisationskrankheiten wie: Fettleibigkeit, Diabetes Typ2, Bluthochdruck, Atherosklerose (koronare Herzkrankheit), hoher Cholesterinspiegel, Thrombosen, Ödeme.

 

Da der hohe Insulin- und Zuckerspiegel ursächlich für das Syndrom X ist, sollte dann als kausale Behandlung die Anwendung einer Diät erfolgen, die auf Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index wie Gemüse und Obst basiert. Die Insulinresistenz der Gewebe wird dann nachlassen, der Insulinspiegel sich senken und die Zuckerwerte werden sich normalisieren.

 

Nach Beendigung der Gemüse-Obst-Diät sollte man raffinierte Nahrungsmittel beseitigen und auf Dauer eine Ernährung umsetzen, die auf natürlichen Lebensmitteln mit niedrigem GI wie Gemüse, Obst, Samen und Hülsenfrüchten basiert. Dazu kommen zweimal pro Woche Fisch, einmal pro Woche Geflügel. Dank der radikalen Ernährungsveränderung gelingt es in der Regel, die Ergebnisse der Behandlung mit der Gemüse-Obst-Diät zu festigen.

Beispiel 1. Wir haben einen Fall der Insulinresistenz bei einem 30-jährigen Mann mit Diabetes beobachtet, der seit einigen Jahren Insulin spritzen musste. Sein Zuckerspiegel war dauerhaft hoch und hielt sich so trotz der Erhöhung der Insulin-Dosis bis 90 Einheiten. Seit einem Jahr, d.h seitdem die Insilin-Dosis erhöht worden ist, tritt bei ihm Polyneuropathie in der Form von starken Beinschmerzen auf. Er schrie vor Schmerzen und hatte das Gefühl, als ob jemand über seine Beine kochendes Wasser geschüttet hätte. Die Schmerzmedikamente brachten keine Erleichterung; er bekam eine Überweisung zur Chirurgie zur Beinamputation. Damit war der Patient nicht einverstanden; er suchte Rettung und stieß auf die Gemüse-Obst-Diät. Schon nach einigen Wochen der Diät haben seine Beinschmerzen vollständig nachgelassen und die Zuckerwerte haben sich normalisiert. Dies ermöglichte das Absetzen des Insulins. Heute fühlt er sich wohl und ernährt sich mit einer Diät mit niedrigem glykämischen Index.

 

Beispiel 2. Um dies weiter zu veranschaulichen, stellen wir einen Patienten mit Diabetes und schwerer koronaren Herzkrankheit vor, bei dem die Koronarangiographie zeigte, dass er eine Koronararterie kritisch verengt bis 95% und die anderen bis 90% hatte. Nachdem er einige Dutzend Meter gelaufen war, traten Zyanose, Atemnot und starke retrosternale Schmerzen auf, die auch nach der Gabe von Nitroglycerin nicht nachließen. Mit einer Bypass-OP war er nicht einverstanden. Der Patient unterzog sich einer sechswöchigen Gemüse-Obst-Diät, die er zweimal im Jahr wiederholte. Auf Dauer führte er einen Tag pro Woche mit der Gemüse-Obst-Diät ein. Er stellte seine Ernährung um und eliminierte Zucker, Mehl, Stärke und aß viel Gemüse und Obst. Nun sind es schon 8 Jahre her, seitdem er gesund und fit ist, alle seine Untersuchungsergebnisse liegen im Normbereich. Er konnte wieder arbeiten.

 

Unter den Patienten mit Metabolischem Syndrom haben wir schon in der ersten Woche der Diät die Normalisierung des Blutdrucks bei über 70% der Patienten mit Bluthochdruck und die Normalisierung des Zuckerspiegels bei über 80% Patienten mit Diabetes Typ2 beobachtet. Das waren hauptsächlich Patienten mit Übergewicht. Der Gewichtverlust war durchschnittlich: 4 kg während 2 Wochen Diät, 8 kg während 4 Wochen Diät und ca.14 kg nach 6 Wochen Diät.

 

In der Patientengruppe mit koronaren Herzkrankheiten normalisierte sich der hohe Cholesterinspiegel nach 6 Wochen der Diät (251 à 192 mg/dl), und das niedrige „gute“ Cholesterin HDL erhöhte sich in der Zeit um 32%, erreichte also den normalen Bereich.

 

Die Rolle der Lebensmittelunverträglichkeit bei der Behandlung von Autoimmunkrankheiten

 

Bei manchen Patienten, besonders denenmit Krankheiten aus dem Bereich Immunologie, Endokrinologie, Neurologie und Gastroenterologie, können manche unverdaute Nahrungsmittelproteine durch undichte Darmbarrieren (sog. Leaky Gut Syndrom) in den Blutkreislauf eindringen, wo sie die Produktion von Antikörpern (IgG) anregen. Das sind sog. Lebensmittelunverträglichkeiten. Die Identifizierung solcher Lebensmittel kann mit einem Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Food Detective) durchgeführt werden. 

 

Die Ähnlichkeit dieser unverdauten Nahrungsmittelproteine mit den körpereigenen Proteinen kann zur Autoimmunität führen, d.h. der Zerstörung der Antikörper des körpereigenen Gewebes, beispielsweise bei der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis), der Leber (Autoimmunhepatitis), der Gelenke (Rheumatoide Arthritis), der Muskeln usw. Die Identifizierung und Ausschluss dieser nicht tolerierten Lebensmittel aus der Ernährung war nach unserer Erfahrung ein Durchbruch in der Behandlung von vielen chronischen und sogar unheilbaren Krankheiten.

 

Um dies zu veranschaulichen, stellen wir einige Fälle von Autoimmunkrankheiten, bei denen der Ausschluss der nicht tolerierten Lebensmittel (basierend auf Testen auf Nahrungsmittelunverträglichkeit) und Behandlung mit der Gemüse-Obst-Diät stellten die Gesundheit wieder her.

 

Beispiel 3. Bei einem 15-jährigen Jungen diagnostizierte man die rheumatoide Arthritis. Der Junge hatte Schmerzen und Ergüsse in Kniegelenken. Nach dem Ausbleiben von Behandlungseffekten musste er einen Rollstuhl nutzen. Er Patient akzeptierte seine Behinderung nicht und suchte nach anderen Behandlungsmethoden. Er wendete 6-wöchige Gemüse-Obst-Diät an; fing an, sich gesund zu ernähren, verzichtete auf Süßigkeiten, Pizza. Alle Beschwerden klangen ab. Im Zeitraum von 13 Jahren kehrte er in Abständen regelmäßig zur Gemüse-Obst-Diät zurück. Dann stellte er fest, dass er schon vollständig geheilt worden war und verfiel wieder in seinen alten Ernährungsstil zurück, d.h. das Essen von Kuchen, Pizza und Fleisch. Leider kehrte die Krankheit zusammen mit Schmerzen, Schwellungen und Gelenksteifheit zurück. Er musste wieder Krücken verwenden. Wir haben ihm empfohlen, die Gemüse-Obst-Diät wieder zu verwenden und einen Test auf Lebensmittelunverträglichkeit durchzuführen. Der Test zeigte eine Gluten-, Roggen- und Hefeunverträglichkeit. Nach der 6-wöchigen Gemüse-Obst-Diät und dem Ausschluss von nicht tolerierten Lebensmitteln sind alle Beschwerden abgeklungen. Nun ist er 30 Jahre alt, fühlt sich wohl, achtet auf die gesunde Ernährung und ist absolut fit.

Beispiel 4. Bei einer 37-jährigen Frau diagnostizierte man vor drei Jahren multiple Sklerose. Seit dieser Zeit blieb die Lähmung der Gliedmaßen und der Schließmuskel bestehen. Die einzige Bewegung, die sie ausführen konnte, war ihre Hand auf die Brust legen. Ihr Sprachzentrum war ebenfalls betroffen, sie konnte kein einziges Wort sagen und lallte nur. Sie war völlig hilflos und saß im Rollstuhl. Alle Behandlungsmethoden waren ineffektiv. Auch die Gemüse-Obst-Diät brachte nicht die erwarteten Effekte. Wir empfahlen, einen Test auf Lebensmittelunverträglichkeit durchzuführen, der Gluten-, Hefeintoleranz sowie Unverträglichkeit der meisten Gemüse anzeigte. Diese Intoleranzen waren der Grund dafür, dass die Gemüse-Obst-Diät keine Effekte brachte. Man musste die Nahrungsmittel ausschließen, die der Körper nicht tolerierte. Die Patientin führte periodisches Wasserfasten durch und erweiterte die Diät nach und nach um die Gemüsesorten, die sie tolerierte. Schon nach 2 Monaten folgte eine allmähliche Verbesserung der Lähmung der Gliedmaßen sowie der Gleichgewichts- und Sprechstörung, der Nystagmus gingen zurück. Auch ein CT-Scan des Gehirns zeigte die Verbesserung. Die hohen Werte des Hormons Prolaktin normalisierten sich, was wiederum verursachte, dass die Zysten in der Brust verschwanden. Inzwischen sind zwei Jahre vorbei. Die Patientin ist fit, kann wieder arbeiten und fährt mit dem Auto. Sie befolgt die Ausschlussdiät und wiederholt oft die Gemüse-Obst-Diät-Kur.

Beispiel 5. Bei einer 37-jährigen Nonne trat vor zehn Jahren eine linksseitige Lähmung auf. Sich auf die Krücken stützend, zog sie mühevoll ihr bewegungsloses Bein nach, ihre linke Hand hing schlaff nach unten. Nach der Anwendung der Gemüse-Obst-Diät kehrte nach 2,5 Monaten allmählich die Beweglichkeit des gelähmten Beins und Arms zurück. Doch die Finger ihrer linken Hand blieben unbeweglich. Nach dem nächsten 1,5 Monat der Diät konnte sie auf die Krücken verzichten und begann selbstständig zu laufen. Die Muskelatrophie der Schulter und Arme ging zurück, ihre Rückenschmerzen ließen auch nach. Vor der Diät konnte sie sich nicht einmal im Bett umdrehen. Die Ursache Lähmung war Karotis- und Arteria vertebralis-Thrombose. (?) Eine nach der Diät gemachte Ultraschalluntersuchung zeigte die Wiederherstellung der arteriellen Durchgängigkeit. Die Halsschlagader blieb weiter verschlossen, auch die linke Hand blieb bewegungslos. Wir empfahlen, einen Test auf Lebensmittelunverträglichkeit durchzuführen. Dieser zeigte Gluten-Intoleranz. Erst der Ausschluss von Gluten in der Diät und oft wiederholte Gemüse-Obst-Diät-Kuren bewirkten, dass die Beweglichkeit der Finger der linken Hand zurückkam. Diese Diät zeigte sich auch als eine effektive Behandlungsmethode ihrer anderen Beschwerden: Übergewicht, hoher Blutdruck und Cholesterin haben sich normalisiert, die Gebärmuttermyome verschwanden, ihre Sehkraft verbesserte sich von 3dpt bis zu 0,75dpt. Die Patientin wiederholt oft die Gemüse-Obst-Diät-Kur und ernährt sich glutenfrei.

Beispiel 6. Ein 13-jähriges Mädchen litt über 3 Monate unter Beinschmerzen und Muskelschwäche in den Beinen. Sie konnte nicht aus der sitzenden oder knienden Position aufstehen oder die Treppe steigen. Die Blutprobe zeigte Enzyme der Muskelnekrose achtmal höher als den Normwert. Dies wies auf eine autoimmune Muskelentzündung hin. Der Test auf Lebensmittelunverträglichkeit bestätigte Gluten-, Milch-, Eier-, Möhren- und Zitrusfrucht-Intoleranz. Man versuchte eine dreiwöchige Behandlung mit der Gemüse-Obst-Diät, ohne die Obst- und Gemüsesorten, auf die sie intolerant war. Danach erfolgte eine Ausschlussdiät. Schon nach der Gemüse-Obst-Diät trat eine radikale Verbesserung ein. Es kehrte die volle Leistungsfähigkeit der Beinmuskulatur zurück, alle Enzyme der Muskelnekrose haben sich normalisiert. Seit zwei Jahren achtet sie auf die Vollwerternährung, vermeidet die nicht verträglichen Lebensmittel und wiederholt oft mehrtägige Kuren der Gemüse-Obst-Diät. Sie ist gesund und fit.

 

Beispiel 7. Eine Patientin, 54 Jahre alt, leidet unter Schilddrüsenunterfunktion und

Schilddrüsenatrophie im Verlauf der Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto). Seit sieben Jahren hatte sie hohe Werte der Schilddrüsenantikörper etwa 1300. Sie litt auch unter Sicca-Syndrom („das trockene Auge“), was ein Resultat von autoimmuner Tränendrüsenentzündung war. Seit 4 Jahren hatte sie eine linksseitige Lähmung aufgrund von Zeckenenzephalitis (Lyme-Borreliose). Sie war auf den Rollstuhl angewiesen. Sie litt auch unter starken Herzschmerzen, hatte zwei Herzinfarkte, hohen Blutdruck (bis 240/160), einen hohen Cholesterinspiegel von 400 mg/dl, häufige Bronchitis und Nierenerkrankungen, Nierensteine und ein starkes Rückenschmerzsyndrom. Sie musste sechzig Mal ins Krankenhaus, die Hälfte davon auf die Intensivstation. Durch Zufall erfuhr sie von der Gemüse-Obst-Diät und wendete sie sofort an. Während eines Jahres führte sie vier 6-wöchige Kuren durch, mit 3-wöchiger Pause nach jeder Kur.

Schon nach sechs Wochen der Diät verschwanden die Schilddrüsenantikörper, die Schilddrüse, die im Zerfall war, regenerierte sich. Nach den nächsten Kuren ging die linksseitige Lähmung zurück. Sie konnte wieder laufen, tanzen und Fahrrad fahren. Die Narben der vergangenen neun Operationen wurden dünn und fast unsichtbar. Ebenfalls verschwanden Narben nach einem Herzinfarkt, welche bei den vorherigen EKG-Untersuchung sichtbar waren. Sie hatte keine Herzschmerzen mehr, auch keine Kurzatmigkeit. Das "trockene Auge-Syndrom“ war auch weg, jetzt hat sie Tränen. Sie leidet nicht mehr unter Infektionen und Nierensteinen, ihre Sehkraft hat sich um 4,5 Dioptrien verbessert. Die Patientin hat ihre volle Gesundheit wiedergewonnen, nimmt keine Medikamente. Sie wiederholt oft die Gemüse-Obst-Diät-Kur und befolgt die Ausschlussdiät. Der Test zeigte starke Gluten- und Milchintoleranz. Die Beobachtung der Patientin dauert schon seit 4 Jahren.

        Die Bedeutung der  Ansäuerung und Alkalisierung des Blutes

Die Gemüse-Obst-Diät hat, dank des Mineralienreichtums, im Gegenteil zum heutigen Ernährungsstil, der hauptsächlich auf Säure bildenden Lebensmittel, also raffinierten Nahrungsmittel und Tierprodukten basiert, eine alkalisierende Wirkung. Da die Übersäuerung Osteoporose zur Folge hat, ist die auf Gemüse und Obst basierende Diät günstig in der Behandlung und Vorbeugung von Osteoporose. Die Ansäuerung des Blutes ist auch mit der Tendenz zum Verkleben der Blutzellen, also Rouleau-Bildung verbunden, was die Gewebeoxydierung erschwert. Die Hypoxie beeinflusst die Bildung von Degenerationen, Gefäßneubildung und Krebsgeschwüren. Aus diesem Grund verhindert die alkalisierende Gemüse-Obst-Diät die Rouleau-Bildung von Blutzellen, verbessert die Sauerstoffversorgung des Körpers und ist eine Vorbeugungsmethode von Degenerationen und Krebserkrankungen.

Beispiel 8. Bei einer Patientin, die sich hauptsächlich von Fleisch ernährte, einen fahlen Teint hatte und ständig müde war, stellten wir fest, dass ihre Blutzellen, die unter dem Dunkelfeldmikroskop beobachtet waren, verklebt waren(Abb.1). Man wandte die Gemüse-Obst-Diät an. Schon nach 2 Diät-Wochen hat sich das Blutbild normalisiert. Ihre Kraft kam zurück und ihr Teint verbesserte sich.

 

 

  

Bild vom Tropfen lebenden Blutes gesehen unter dem Dunkelfeldmikroskop. Sichtbare Blutrollen vor der Diät und normales Blutbild nach zwei Diät-Wochen.

 

 

Was weiter nach der Diät? Nach der Gemüse-Obst-Diät wird empfohlen, eine Vollwerternährung zu verwenden, die auf natürlichen, nicht industriell raffinierten Lebensmitteln, vor allem pflanzlicher Herkunft basiert und zusätzlich auf Dauer die Gewohnheit eines regelmäßigen, auf Gemüse und Obst basierenden, Fastens einzuführen. Beispielsweise 1-2 Tage in der Woche oder 1 Diät-Woche im Monat. Die Behandlung sollte von der körperlichen Aktivitäten unterstützt werden, z.B Gymnastik. Dank diesem Lebensstil gelingt es überwiegend, die Behandlungsergebnisse zu konsolidieren und Krankheitsrückfällen vorzubeugen. Das Geheimnis der Gesundheit und der Langlebigkeit liegt in der Aufrechthaltung der inneren Körperreinheit. Die Rückkehr zum alten, schlechten Lebensstil verursacht Krankheitsrückfälle und die Notwendigkeit der Rückkehr zu Medikamenten.

Achtung! Der Autor haftet nicht für eventuelle Komplikationen, die durch die Anwendung der Gemüse-Obst-Diät ohne ärztliche Aufsicht entstanden sind.

 

 

Dr med. Ewa Dabrowska mit doz dr med. Kinga Wiśniewska – Roszkowska, nestorka von Fastenkuren in Polen

©Ewa Dąbrowska, Kopieren der Textfragmenten, Fotos und Filmen ohne schriftliche Erlaubnis der Autorin ist untersagt

7538588
Dziś
Wczoraj
W tym tygodniu
W tym miesiącu
Wszystkie odwiedziny
3348
3696
28613
95007
7538588

2018-07-22 18:30